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Ist Osmosewasser wirklich gesünder?

Posted on 6. December 2018 in Eigenheim Lebensmittel

Osmosewasser ist Wasser in sehr reiner Form. Es entsteht durch Filterung in einer Osmoseanlage. Diese Wasserfilter arbeiten nach dem Grundsatz der Umkehrosmose. Hierbei wird Wasser mit hohen Druck durch eine sehr feine Membran gepresst.

Wassertropfen

Diese Membran schafft es alle Verunreinigungen, welche größer als 0,0001 Mikrometer sind, zurückzuhalten. Diese Feinheit entspricht einer Porengröße von 0,0000001 Millimeter. So werden nahezu alle Arten von Verunreinigungen aufgehalten. Hierzu zählen beispielsweise Bakterien, Viren, Nitrat, Düngerreste, Pestizide, Salze, Kalk und vieles mehr.

 

Ein so reines Wasser kann man auch mit Destillation erhalten. Doch alle anderen Filterverfahren, insbesondere die Varianten mit Aktivkohlefilter, erreichen nicht so einen hohen Grad an Reinheit.

 

Ist Osmosewasser ungesund?

Es gibt Bedenken, ob ein so reines Wasser zu trinken wirklich gesund ist. Mit den Verunreinigungen gehen wichtige Mineralien verloren. Es wird befürchtet, das Wasser mit so einem hohen Reinheitsgrad ungesund sein könnte.

Osmosewasser ist leicht sauer, da sich Kohlendioxid im Wasser löst und so geringe Mengen an Kohlensäure bilden. Einige Menschen befürchten, dass das leicht saure Wasser sich negativ auf den Säuren-Basen-Haushalt auswirken kann.

 

Kann Osmosewasser wirklich ungesund sein?

Zwar ist Wasser aus der Osmoseanlage nicht vollständig aber weitestgehend entmineralisiert. Manche Menschen haben weiterhin Bedenken, dass der Körper so nicht genug Mineralien aufnehmen kann oder diese sogar entzogen werden. Im Word Wide Web gibt es zahlreiche Berichte, die diese These widerlegen. Allerdings gibt es auch Untersuchungen, die diese Theorie bestätigen.

 

Hinter solchen Untersuchungen steckt in der Regel die Absicht Wasserfilter besser zu verkaufen. Um herauszufinden, ob der Mensch Mineralien im Wasser benötigt, kann man sich auf den gesunden Menschenverstand verlassen und schaut in die Natur.

 

Zunächst sollte man sich die Frage stellen, welches Wasser der Mensch in den letzten 100.000 Jahren getrunken hat. Dementsprechend sollte das das Wasser sein, für das der menschliche Körper optimiert wurde. Das war kein Wasser aus Brunnen, sondern Oberflächenwasser aus Seen, Flüsse, Regen- und Schmelzwasser.

 

All diese Wässer sind zum Großteil mineralarm. Schmelz- und Regenwasser haben keinerlei Mineralien. Regen ist nichts anderes als destilliertes Wasser. In Seen oder Flüssen sind meistens geringe Mineralmengen vorhanden, aufgrund der geologischen Verhältnisse. So müsste nach dieser Betrachtungsweise der Körper für ein mineralarmes Wasser gemacht sein.

Hat Osmosewasser keine Mineralien?

Eine Osmoseanlage gehört zu den besten Wasserfiltern mit der höchsten Filterleistung. Allerdings ist es kein Wasserfilter, welcher 100 % der enthaltenen Stoffe herausfiltern kann. Geringe Mengen bleiben übrig. Dabei muss gesagt werden, dass es den perfekten Wasserfilter nicht gibt. Daher ist Wasser aus Osmoseanlage nicht vollständig entmineralisiert.

 

Welche Aufgabe hat Wasser im menschlichen Körper

Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass der Körper die im Wasser enthaltenen Mineralien direkt verwerten kann. Der menschliche Körper ist ein komplexes System, deshalb wird nicht alles, was in den Mund hineingegeben wird direkt verwertet. Hierfür sind komplizierte Prozesse notwendig, welche neben Mineralien auch andere Stoffe brauchen. Diese zusätzlichen Stoffe sind nicht in Wasser, sondern in einer ausgewogenen Ernährung enthalten.

Wasser hat im menschlichen Körper die Aufgabe alles, was transportiert werden muss zu transportieren. Nährstoffe werden im Wasser gelöst und zu den Zellen transportiert. Abbauprodukte werden ebenfalls im Wasser gelöst und aus dem Körper transportiert. Das geht am besten, wenn das Wasser rein ist.